Adventsgedicht

Jetzt ist es wieder an der Zeit, den Adventskranz aufzustellen und Woche für Woche eine Kerze zu entzünden, bis schließlich vier Flammen die Wohnstube erhellen. Der Redakteur und Dichter Matthias Claudius hat diese Tradition in einem Adventsgedicht verewigt. Demnach leuchtet die Welt langsam der Weihnacht entgegen. Ein schöner Gedanke in der beschaulichen Adventszeit.

Adventsgedicht

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius (1740 – 1815)

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